Pfingstmontag, 1. Juni 2020

Heute verabschieden wir uns von Ihnen. Über mehrere Wochen haben wir Sie mit LichtBlicken in den Zeiten vom Corona-Virus gerne begleitet. Wir hoffen, dass Sie Freude an den Gebeten, Anregungen und Impulsen hatten. Danke, dass Sie dabei waren. 

Im Dezember treffen wir uns wieder beim Adventskalender, wenn Sie mögen. Bis dahin wünschen wir Ihnen:

Zeit
Ruhe
Wärme
Geborgenheit
Licht
und den Segen Gottes
damit Ihre Seele weiter knospen und aufblühen kann

Herzliche Grüße
Ihr Team LichtBlicke
Sabine, Gerlinde, Rainer und Jürgen

Pfingstsonntag, 31. Mai 2020

Pfarrer Begovic

Pfingsten - Geburtstag der Kirche (vgl. Apg 2,1-18)

An Pfingsten tritt die Gemeinde in den Raum der Öffentlichkeit ein und wird auch nach außen sichtbar als Kirche, versteht ihr Dasein als Sendung. 

Keine Angst mehr, kein Sich-verstecken, geistes-gegenwärtig legt sie ihr Zeugnis ab, dass Gott diese Welt nie verlassen wird und dass sein Geist überall wehen kann und will, wo er Raum findet. Es ist der Geist, der Jesus verstehen, lieben und präsent sein lässt in meinem Leben. 

Die Kirche, ganz gleich an welchen Orten sie vorkommt, muss sich von Jesus Christus her verstehen. Sie darf nicht der Versuchung erliegen, sich zu verabsolutieren und sich an die Stelle dessen zu setzen, dem sie dienen soll. 

Sie erfindet sich nicht selbst, aber sie muss sich immer wieder finden. 

Sie erfährt nicht unbedingt Anerkennung und Lob. Nicht selten wird sie missverstanden und auch belächelt (Apg 2,13). Aber: in der Offenheit für den Geist der Freiheit, der Wachsamkeit und des Mutes geschieht wirklich Neues.

Samstag, 30. Mai 2020

Pfarrer Bernd Rexer, Wannweil, schreibt zum Pfingstfest:

Komm, Heiliger Geist,
in unsere Städte und Häuser,
und vor allem in unsere Herzen.

Ohne dich lesen wir Bücher
und werden nicht weise.
Ohne dich reden wir lange
und verstehen uns doch nicht.

Ohne dich sehn wir nur
Fälle und Zahlen,
und übersehen völlig die Menschen.

Ohne dich zerfällt unser Leben
in eine Reihe von sinnlosen Tagen.
Ohne dich umarmen wir
ohne Tiefe und Herz.

Ohne dich wird unsere Arbeit zur Mühle
und unser Einsatz ohne Sinn und Erfolg.
Ohne dich werden die Kirchen Museen.

Ohne dich wird das Beten Geschwätz
und unser Christsein nicht überzeugend.

Komm, Schöpfer Geist,
und mach die Welt und unsere Herzen
zur Wohnung für dich!

(Autor unbekannt, überarbeitet von B. Rexer)

Donnerstag, 28. Mai 2020

Ich liebe Sonnenblumen,
einzeln im Topf,
in großer Gesellschaft,
am Zaun mit zig Blüten oder einem schweren Kopf mit hunderten von Samenkernen. 

Wenn ich an einem Feld voller leuchtender Sonnen vor strahlend blauem Himmel vorbeifahre, hüpft mein Herz.
Die Sonnenblume inspiriert mich zu Gedanken über mein Leben.
Den Schnecken und Vögeln entkommen,
verwurzelt in der Erde,
in einem unspektakulären Kern keimt im Dunkel der Erde 

Wunder-volles.

Wie die Sonnenblume den Blick zum Himmel richtet,
danke ich Gott, dem Schöpfer und Gärtner meines Lebens, 
dass er mich begleitet und trägt.

Liebe LichtBlicke-Leser*innen,

auf die in und um Wannweil/Kusterdingen/Kirchentellinsfurt Wohnenden unter Ihnen wartet jeweils an den drei katholischen Kirchen und an der evangelischen Kirche Wannweil von heute bis Pfingstsonntag ein kleines Wundertütchen (in einer Blechdose vor dem Haupteingang). Einfach abholen. Wer weiter weg wohnt und uns seine Adresse schickt, bekommt das Tütchen zugesandt (Adresse wird nicht weiter verwendet).

Viel Freude damit.

Dienstag, 26. Mai 2020

Das Lächeln ist ein Licht,
das im Fenster eines Gesichtes leuchtet
und anzeigt,
dass das Herz daheim ist.  

Weisheit aus Asien  

Auch mit Mundschutz erkennt man das Lächeln in deinen Augen.

Samstag, 23. Mai 2020

Pfarrer Tomas Begovic zum 7. Sonntag der Osterzeit:

Dieser Monat Mai hat es in sich, ist voll von „besonderen Tagen“. Er fängt mit dem Tag der Arbeit an, dann folgt die Erinnerung an das Kriegsende vor 75 Jahren, Mutter- und Vatertag (eigentlich Fest Christi Himmelfahrt) und am Ende das Pfingstfest, damit die Familie Gottes hier auf Erden sichtbar wird. Wir sind alle miteinander verbunden. 

Einer ist Vater und Mutter 
für dich und für mich,
für alle.
Den nennen wir Gott, den Schöpfer. 

Einer ist Bruder und Freund
für dich und für mich, 
für alle.
Den nennen wir Jesus, den Sohn. 

Einer ist Feuer und Flamme
für dich und für mich, 
für alle.
Den nennen wir den Heiligen Geist, 
der alles lebendig macht,
erneuert und belebt.

Und Gott sagt:
Du bist mein Kind.
Und Jesus sagt:
Du bist mein Freund.
Und der Heilige Geist sagt:
Du bist mein Schatz. 

Daran glaube ich. 
Und du und ich,
wir alle,
sind Gottes Haus.
Er wohnt in uns. 
Und ich wohne
am Ende meines Lebens bei ihm. 
Das glauben wir.
Deshalb sind wir.

Amen.

Donnerstag, 21. Mai 2020

Tag 2: 

Heute lesen Sie die Fortsetzung des Textes „In der Wüste“. 

Wir wünschen uns allen die Erfahrung, dass die Wüste lebt, vielleicht sogar einmal blüht. 

In der Wüste 
kann es geschehen, 
dass mein kreisendes Denken
eine andere Richtung erfährt. 

Wenn mitten im Chor 
verzweifelt verlockender Stimmen
auf einmal Stille geschieht.
Momente verwehenden Schweigens. 

In der Wüste 
kann es geschehen,
dass mir selbst 
ein ganz Anderer begegnet
an Orten, halb real, 
in Büschen sich nicht verzehrenden Feuers,
in dessen brennender Nähe
ich selbst zu einem anderen werde. 

Für andere.  

Dr. Thorsten Latzel 
Aus: Queres aus der Quarantäne 
www.evangelische-akademie.de 

Dienstag, 19. Mai 2020

In der Wüste 

So manche/r empfindet unsere Tage als Wüstenzeit. Es ist auffällig, dass in der Sicht des Glaubens die Wüste der Ort ist, an dem alle großen Veränderungen beginnen. Heute kommt Teil I: 

In der Wüste 
kann es geschehen,
dass am Morgen auf einmal 
Brot da liegt.  

Unverhofft, wie vom Himmel.
Nur Bröckchen, nichts von Dauer,
doch genug für einen Tag
und um sich zu fragen: Was war das?  

In der Wüste
kann es geschehen,
dass die wilden Tiere 
in mir und um mich zur Ruhe kommen. 

Wie der Löwe auf alten Gemälden
friedlich schlummernd 
zu Füßen des Alten
einsam versunken in seinem Buch. 

Dr. Thorsten Latzel 

Aus: Queres aus der Quarantäne 
www.evangelische-akademie.de 

Samstag, 16. Mai 2020

Pfarrer Bernd Rexer aus Wannweil schreibt zum Sonntag Rogate

(= Bittet oder Betet):

BETEN VERÄNDERT

Beten verändert.
Nicht alles, nicht sofort,
nicht immer so, wie du es möchtest. 

Beten verändert.
Auf jeden Fall dich,
deine Perspektive,
denn du traust Gott alles zu. 

Beten verändert.
Deine Wahrnehmung,
deine Beziehungen, 
deine Zukunft. 

Beten verändert.
Macht aus dem Beter den Täter,
denn dem Gebet folgt das Tun,
die den Nächsten liebende Hilfe. 

Donnerstag, 14. Mai 2020

Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und, wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte sprechen.

Johann Wolfgang von Goethe


Dienstag, 12. Mai 2020

Frühlingsvergnügungen 

- der Natur beim Wachsen zusehen 

- vergnügt und auf Abstand durch den Park schlendern 

- auf der Liegebank liegen 

- Erdbeerkuchen essen 

- eine Sonne auf ein staubiges Auto malen 

- Gänseblümchenketten machen 

- laute Musik an und Fenster putzen 

- Sonnenmilch auf der Nase 

- ...

Samstag, 9. Mai 2020

Der Gruß von Pfarrer Begovic zum Wochenende

Vor kurzem gedachte die katholische Kirche der heiligen Caterina von Siena, die 1347-1380 lebte. Sie war das 23. Kind ihrer Familie, von Gestalt sehr klein, dem Geist nach aber sehr groß. Ein junge Frau aus dem Volk, keine Nonne – nur Terziarin des Dominikaner-Ordens, und man hörte auf sie, zog sie zu Rate, von den Königen bis hin zum Papst. Ihr Geheimnis: Sie hat es gelernt inmitten von Lärm und Turbulenzen, sich in Inneres zurückzuziehen, wo sie Gott begegnete. Sie war Gott und den Menschen nah. Es ist entscheidend, ob ich ein Zuhause habe und wo ich zu Hause bin. Hier, aus einem ihrer Briefe, ein Plädoyer für die Weite des Herzens:

Die vollkommene Liebe ist großzügig.

Sie weitet das Herz in der Liebe zu Gott

wie auch in der Hingabe an ihren Nächsten.


Und darum weiß sie aus Liebe zum Schöpfer

die Fehler der Menschen in Geduld zu ertragen.

Sie ist mitfühlend und nicht grausam.


Darum nimmt sie um der Liebe Gottes willen

den Nächsten liebend-mitleidsvoll auf.


In hingebender Liebe begegnet sie allen,

als ob es ihre eigenen Kinder wären.

Möge die österliche Freude unsere Herzen erfüllen, denn wir haben ein ewiges Zuhause als Ziel und das fängt schon hier und jetzt in der Zeit an.

Donnerstag, 7. Mai 2020

Segne uns, Herr, wenn wir Ruhe suchen, 

um das Leben zu spüren. 

Segne unsere Dankbarkeit für unser Dasein und deine Gegenwart. 

(Autor unbekannt)

Mittwoch, 6. Mai 2020

Ihre Reaktion auf "Vorfreude": Teil 2

- auf die erste Probe in meinem Chor, auf das Wiedersehen mit allen Chorsängern und auf den wunderbaren Klang, der den ganzen Saal füllt; auf die erste Mitwirkung in einem Gottesdienst, beim Wiedersehen alle mal drücken, sogar die Nervensägen

- gemeinsame Ausflüge mit anderen Familien

- in meinem Chor singen

- in Ruhe und Frieden einkaufen gehen

- mit meinen Freunden wieder musizieren

- mir nicht immer in Erinnerung zu rufen, ob ich beim Verlassen meines Hauses die vorgeschriebene Gesichtsmaske in der Handtasche oder im Auto dabei habe

- mit Freunden grillen

- auf den Campingurlaub am Meer sowie das Singen in der Kantorei und die gemeinsame Aufführung von Mendelsohns Elias

- auf das "Kuchengelage", zu dem uns unsere Tochter schon vor der Coronakrise eingeladen hat

- shoppen, ich brauche dringend Oberteile und bin keine Online-Shopperin

- niemandem mehr ausweichen müssen sondern ganz selbstverständlich an anderen Leuten vorbei laufen können oder stehen bleiben und mich unterhalten

- meine Enkel sehen und mit ihnen  kuscheln und spielen

Dienstag, 5. Mai 2020

Hier kommt Teil 1 der Dinge, auf die sich die Licht:Blicke-Leser*innen am meisten freuen.

Vielen Dank für die große Beteiligung. Morgen kommt Teil 2. Die Beiträge waren so berührend, dass wir nur die Doppelungen gestrichen haben.

In Vorfreude auf all die schönen Dinge, die auf uns warten.

Ihr Licht:Blicke-Redaktionsteam

Worauf ich mich am meisten freue …

• meinen erwachsenen Sohn bei seinem Besuch umarmen

• ins Schwimmbecken springen und 2000m am Stück durchschwimmen  (der Gedanke allein lässt meine Beine schon Schwimmbewegungen machen)

• den Osterbrunch mit Familie und Freunden nachholen

• die Kollegen am Schreibtisch gegenüber wiedersehen

• gemeinsam im Gartencafé sitzen und Eisbecher löffeln

• wieder über die Rheinbrücke von Iffezheim nach Roppenheim fahren oder durch den Grenztunnel nach Österreich 

• mal wieder in die Johanneskirche gehen und sehen, wer mir da all die schönen Mutmacher geschickt hat, die mir zur Zeit das Leben versüßen 

• bei schönem Wetter mit Freunden im Café sitzen und einen gemütlichen Nachmittag oder Abend verbringen.

• den 95. Geburtstag meines Vaters im Kreise der ganzen Familie nachfeiern 

• einfach wieder normal leben dürfen

• längst fällige Umarmungen austeilen

• Gäste in mein Haus einladen

Samstag, 2. Mai 2020

Kirche to go

Ob per umfunktioniertem Speisewagen zu den Menschen eines Seniorenheims,

ob im Rucksack für den Gottesdienst im Grünen,

ob auf neuen, unkonventionellen Wegen

oder demnächst mal wieder in meiner Heimatkirche…

Osterlicht und Hoffnungsbrot sind nicht an Zeit und Ort gebunden.

In der Bibel zeigt sich Gott als mitgehender Gott.

Er ist immer schon da, wenn ich ihn suche,

er begleitet, erwartet, tröstet und ermutigt.

Wir wünschen allen einen gesegneten Sonntag.

Donnerstag, 30. April 2020

Offen

Briefkasten Balkontür Ohren, Augen, Herz www Himmel Bäcker, Metzger, bald wieder Friseur und …

Bei Gott ist immer Tag der offenen Tür.

Dienstag, 28. April 2020

Vorfreude ist die schönste Freude.

Worauf freust du dich am meisten, wenn es denn mal wieder lockerer wird?

  • mit der ganzen Familie mal wieder zusammen am Tisch sitzen
  • Menschen umarmen, die ich mag
  • nach der Uni in den See hüpfen
  • mit Freunden Chips aus einer Schüssel knuspern
  • gemeinsam Gottesdienst feiern

Du kannst uns gerne schreiben und deine Vorfreude mitteilen. Wir erlauben uns dann, den einen oder anderen Vorfreude-Gruß zu veröffentlichen. Mit dem Senden deines Textes bist du mit der Veröffentlichung einverstanden.

Samstag, 25. April 2020

Mach mal Sonntag 

  • bei Musik die Seele baumeln lassen 
  • Sorgen zu Gott schicken 
  • den Hoffnungsspeicher auffüllen  
  • eine gute Nachricht hören 
  • mit neuen Rhythmen swingen 
  • mich mit den weltweit glaubenden Menschen verbunden wissen 
  • den Friedensgruß auf neuen Wegen weitergeben 
  • den Segen Gottes persönlich nehmen: GOTT MIT DIR

Donnerstag, 23. April 2020

HOFFNUNGS:TRÄGER 

Hosen-Träger 

Würden-Träger 

Gepäck-Träger 

Licht-Träger

Dienstag, 21. April 2020

Wenn wir denken, alles ist schwer und bedrohlich,
fängt vielleicht, wenn wir es zulassen, etwas Gutes, Neues an.

Leo Tolstoi (1828 –1910) russischer Schriftsteller und Dichter

Samstag, 18. April 2020

Pfarrer Tomas Begovic zum 2. Ostersonntag

Andreas Knapp – für mich der beste christliche Dichter unserer Zeit, ein Priester, Ordensmann, der Kleine Bruder, schreibt „knappe“ Gedichte, aber sehr inhaltsreich, bewegend. Hier möchte ich eines mit Euch teilen, eines, das in der Zeit des Wartens und Er-wartens besonders hilft:

Regeln für Realpräsenz

wir haben mit dem Leben
keinen unbefristeten Vertrag
Zeit schenkt sich nur
von nun auf jetzt

vertreibe deine Zeit doch nicht
und schlag sie auch nicht tot
gleich einer Fliege die belästigt
zerpflücke nicht den Tag

nutze die Zeitfenster
zum stillen Schauen
geistesgegenwärtig
bewohne deinen Leib

übergehe nicht die Rose unterwegs
bleib stehn und atme ihren Duft
nur der Augenblick ist wirklich
wann lebst du wenn nicht jetzt

von Andreas Knapp

Echter Verlag, 2. Auflage 2009

Donnerstag, 16. April 2020

Die sieben Weltwunder

Eine Schulklasse bekommt die Aufgabe, die sieben Weltwunder auf einen Zettel aufzuschreiben. Als der Lehrer die Zettel einsammelt, kommt er an einem Mädchen vorbei, das noch grübelnd dasaß. „Fällt es Dir schwer, Deine Weltwunder zusammenzubekommen?“ fragte der Lehrer. „Oh ja“ sagte die Schülerin „es gibt doch so viele Weltwunder“. „Ja dann lies doch mal vor, was Du bisher gefunden hast.“ Zögerlich begann die Schülerin vorzulesen: „Meine sieben Weltwunder sind: Hören Sehen Riechen Fühlen Berühren Lachen und Lieben. Da wurde es ganz still in der Klasse.

(Verfasser unbekannt)

Dienstag, 14. April 2020

Osterlachen – nicht nur am Ostersonntag

Joseph von Arimathäa kommt nach Hause und berichtet traurig seiner Frau vom Sterben Jesu, von der Kreuzabnahme und eben auch davon, dass er den Leichnam Jesu in sein neues Felsengrab legen ließ. Seine Frau schimpft: „In das neue teure Felsengrab, das Du erst anfertigen lassen hast?“ Joseph daraufhin: „Ja, aber reg Dich nicht auf, es ist ja nur für ein Wochenende…“

Lachen mit Auferstehungshoffnung verleiht der Seele Flügel.

Ostermontag, 13. April 2020

Ostern – Leben mit Perspektive Ewigkeit  (Teil 2)

Das Leben bekommt eine neue Dimension,
durch Jesus, unsern Bruder und Gottes Sohn.
Leben in Ewigkeit, ohne irdische Schranken,
da kann ich meinem himmlischen Vater nur danken.

An ihn glauben und auf ihn vertrauen,
das kann manche Ängste und Sorgen abbauen.
Mit der Perspektive Ewigkeit will ich leben,
das möchte ich allen heute weitergeben.

Ostersonntag, 12. April 2020

Die Ostergrüße kommen von Pfarrer Bernd Rexer

Ostern – Leben mit Perspektive Ewigkeit  (Teil 1)

Das größte Geschenk ist das Leben,
Gott selbst hat es uns allen gegeben.
Leben beginnt und wird entfaltet.
Leben wird gelebt und man altert.

Leben ist aber auch oftmals gefährdet,
das ist nicht leicht, aber es erdet.
Leben ist zurzeit ganz besonders bedroht.
Leben endet – und dann kommt der Tod.

Hat der Tod wirklich das letzte Wort?
Oder gibt es noch Hoffnung, einen anderen Ort?
An Ostern hat sich alles gewendet,
da wird es klar: auch der Tod selbst endet.

Durch Jesu Auferstehung wird proklamiert:
Der Tod ist besiegt, er verliert.
Da gibt es nicht weiter nur Hoffen und Bangen,
nein, seine Macht ist zu Ende gegangen.

Donnerstag, 9. April 2020

Morgen ist Karfreitag

Und das Kreuz wird grünen und blühen

Das Leben zu wählen heißt, das Kreuz zu umarmen. Es heißt, das Kreuz, die Schwierigkeiten, die Erfolglosigkeit, die Angst, allein dazustehen, in Kauf zu nehmen. Die Tradition hat uns nie einen Rosengarten versprochen.
Das Kreuz zu umarmen bedeutet heute, in den Widerstand hineinzuwachsen.
Und das Kreuz wird grünen und blühen. Wir überlieben das Kreuz. Wir wachsen im Leiden.
Wir sind der Baum des Lebens.

Dorothee Sölle
Aus: "Den Rhythmus des Lebens spüren - Inspirierter Alltag", Herder 2003

Dienstag, 7. April 2020

Karwoche
heilige Woche
großer Wendepunkt
im Leben Jesu
Wendepunkt
auch unseres Lebens

Samstag, 04. April 2020

Palmsonntag im Blick

 Ein Gebet aus dem Messbuch, ausgewählt von Pfarrer Tomas Begovic

Gott, Du kennst uns besser, als wir uns selbst kennen,
Du weißt, wie sehr wir der Änderung
und der Umkehr bedürfen.
Aber du trittst nicht mit Gewalt an uns heran
oder mit List. Du kommst zu uns mit deinem Wort 
deinem offenen und guten,
deinem fordernden und heilenden Wort.
Gib, dass wir dir heute nicht ausweichen,
dass wir uns öffnen
und dein Wort annehmen.

Donnerstag, 02. April 2020

Angst vor der Zukunft verändert die Zukunft nicht. Aber sie verändert mich. Singen, jonglieren, Grießkuchen backen, Kopfstand üben, lachen, Briefe schreiben, in den Himmel schauen hilft.

Susanne Niemeyer; https://www.freudenwort.de/

Dienstag 31. März 2020

Hoffnungszeichen

Der Frühling lässt sich nicht aufhalten von Viren.
Blauer Himmel und strahlende Sonne berühren meine Seele.
Regen erfrischt die Natur und staubt die Blätter ab.


Solange die Erde steht,
werden nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze,
Sommer und Winter, Tag und Nacht. (1. Mose 8,22)

Samstag, 28. März 2020

Herzlich willkommen bei „Lichtblicke“!

Schön, dass du dabei bist. Wir starten mit einem Gebet und dem Psalm 121, ausgewählt von Pfarrer Bernd Rexer, Wannweil:

In all meinen Fragen, Sorgen und Ängsten bist du, Gott mir nah. Dein Schutz und Segen umgeben mich. Bei Dir bin ich geborgen in allem was kommt. Darauf vertraue ich und danke Dir dafür.

Link zum Video


Fürbitten des Lutherischen Weltbundes zu Corona

O Gott, unser Heiland, zeige Dein Erbarmen für die ganze Menschheitsfamilie, die gerade in Aufruhr ist und beladen mit Krankheit und Angst.
Komm uns zur Hilfe nun, da sich der Coronavirus auf der ganzen Erde ausbreitet. Heile die, die krank sind, unterstütze und beschütze ihre Familien, Angehörigen und Freunde vor Ansteckung.
Höre unser Rufen, o Gott:
Höre unser Gebet.


Schenk uns deinen Geist der Liebe und Besonnenheit, auf dass wir zusammenwirken, um die Ausbreitung des Virus und seine Wirkungen einzuschränken und zum Erliegen bringen zu können.
Mach uns wach, aufmerksam und vorausschauend im Blick auf die Bekämpfung von Krankheiten überall: die Malaria, das Dengue-Fieber, die HIV-Krankheit und die vielen anderen Krankheiten, die bei Menschen Leid verursachen und für etliche tödlich enden.
Höre unser Rufen, o Gott:
Höre unser Gebet.


Heile unsere Selbstbezogenheit und unsere Gleichgültigkeit, wo wir uns nur dann sorgen, wenn wir selbst vom Virus oder anderem Leid getroffen sind. Eröffne uns Wege, aus unserer Zaghaftigkeit und Furcht hinaus, wenn unsere Nächsten für uns unsichtbar werden.
Höre unser Rufen, o Gott:
Höre unser Gebet.


Stärke und ermutige die, die im Gesundheitswesen, in Praxen und Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und anderen Bereichen der Medizin arbeiten: Pflegende, Fürsorgende, Ärztinnen und Ärzte, Klinikseelsorgerinnen und -seelsorger, Mitarbeitende in Krankenhäuser –
alle, die sich der Aufgabe widmen, für Kranke und ihre Familien zu sorgen.
Inspiriere die Forschenden, die an Impfstoffen, Medikamenten und der Herstellung medizinischer Ausstattung arbeiten. Gib ihnen Erkenntnisse und Weitblick.
Höre unser Rufen, o Gott:
Höre unser Gebet.


Erhalte die Menschen, deren Arbeit und Einkommen durch Schließungen, Quarantänen, geschlossene Grenzen und andere Einschränkungen bedroht sind. Beschütze alle, die reisen müssen.
Leite die politisch Verantwortlichen, dass sie die Wahrheit sagen und danach handeln. Halte die Ausbreitung von Falschinformation und Gerüchten zurück. Hilf, dass Gerechtigkeit waltet, sodass allen Menschen auf der Erde Heil und Heilung widerfährt.
Höre unser Rufen, o Gott:
Höre unser Gebet.


Heile unsere Welt. Heile unsere Körper. Stärke unsere Herzen und Sinne. Und in der Mitte des Aufruhrs gib uns Hoffnung und Frieden.
In deinen gnädigen Armen halte alle, die gestorben sind und die in dieser Zeit sterben werden. Tröste ihre Hinterbliebenen, tröste die, die verzweifelt sind.
Gedenke deiner Familie, der ganzen Menschheit, und deiner ganzen Schöpfung, in deiner großen Liebe.
Höre unser Rufen, o Gott:
Höre unser Gebet.

Amen.