Fairtrade - fair (be)handeln

 

SELBSTVERPFLICHTUNG DER EVANGELISCHEN KIRCHENGEMEINDE WANNWEIL 

für regionale und / oder fair gehandelte Produkte und gegen ausbeuterische Kinderarbeit

 

»WO ERFAHREN WIRD, DASS GOTT FÜR DAS HEIL DES MENSCHEN ALLES GETAN HAT, DA KANN MAN FÜR DAS WOHL DES MENSCHEN GAR NICHT GENUG TUN.«

Eberhard Jüngel

 

I. VORBEMERKUNG, GRUND


Wir glauben: Gott, der Schöpfer, wendet sich mit Liebe seiner ganzen Schöpfung zu und hat uns Menschen mit dieser Erde etwas Wunderbares anvertraut. Das Geschenk der Schöpfung ist für uns auch Verpflichtung. Die Bewahrung der Schöpfung sehen wir als Auftrag unserer Kirche und unserer Gemeinde vor Ort. Gerechtigkeit bildet im Alten wie auch im Neuen Testament den roten Faden für das Zusammenleben der Menschen. Immer häufiger aber müssen wir erleben, dass Menschen, insbesondere Kinder, unter Bedingungen arbeiten, die dem widersprechen.

Weil wir glauben, dass eine Veränderung der Missstände bei uns selbst beginnt, möchten wir durch unser Einkaufsverhalten das uns Mögliche für wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit tun.

 

II. SELBSTVERPFLICHTUNG

 

Wir als Kirchengemeinde übernehmen Verantwortung bei der Beschaffung von Gütern. Deshalb setzen wir bei Einkäufen auf regionale und / oder fair gehandelte Produkte, auch bei höheren Preisen.

 

1. Bei unseren Veranstaltungen wird bzw. werden

  • a. in der Regel fair gehandelter Kaffee und Tee ausgeschenkt,

  • b. nach Möglichkeit fair gehandelte oder regionale Getränke bevorzugt, z.B. bei Orangensaft oder Apfelsaft.

  • c. beim Einkauf von Lebensmitteln (z.B. auch bei Gebäck und Zucker) regionalen oder fair gehandelten Produkten der Vorzug gegeben.

2. Den Gruppen der Kirchengemeinde werden die unter 1 beschlossenen Punkte bekannt gegeben und diese gebeten, entsprechend zu verfahren und zu handeln. Dabei werden Lebensmittelspenden von Ehrenamtlichen oder z.B. Kindergarteneltern nicht bevormundet.

 

3. Bei Einkäufen (z.B. Blumen) und Beschaffungen (z.B. Spielzeug) der Kirchengemeinde und ihrer Einrichtungen finden nur Produkte Berücksichtigung, die ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt wurden.

 

4. Bei Geschenken der Kirchengemeinde oder des Pfarramts werden regionale und / oder fair gehandelte Waren verwendet, sofern dies möglich ist.

 

Stand: 09.04.2014