Bericht zum Bergwochenende 2011

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Das fängt ja gut an: Die Tür geht auf und man meint fast, man tritt in ein 4-Sterne Hotel ein. Dabei ist es „nur“ das Sport- und Studienhaus des Marburger Universitätsbundes in Hirschegg im Kleinwalsertal. Aber die Hauseltern empfangen uns am Freitagabend mit einem wahrhaft königlichen Essen samt Salatbuffet, das keine Wünsche offen lässt. Michael und Annette begrüßen uns und es ist klar, dieses Jahr gibt’s was zu feiern, ein Jubiläum: 10 Jahre Bergwochenende! Und wie immer gibt’s es am ersten Abend eine ausführliche Präsentation zu allen Wanderrouten, Rastplätzen, Hütten und Gipfeln, die die beiden vorher ein paar mal schon vorgelaufen sind und uns für den Samstag wärmstens empfehlen.

 

Diese Motivation hilft uns auch nach einem ausgiebig langen Freitag Abend-Zusammenkunfts-Fest am Samstagmorgen frühzeitig auf die Socken zu machen. Nachdem der Walsertal-Busfahrer an der nächsten Haltestelle uns zwar weismachen will, er fahre nach Istanbul, überreden wir ihn trotzdem, uns vorher in Baad aussteigen zu lassen, damit wir das Grünhorn als erstes Zwischenziel in Angriff nehmen können. Mit der Ausgangshöhe von 1244 m stürmen wir den Wanderweg nach oben und erreichen nach 795 Höhenmetern das 2039 m hohe Grünhorn, unseren ersten Gipfel. Sagenhaftes Wetter, sagenhafte Aussicht, sagenhaftes Gemeinschaftsgefühl! Jetzt sind wir warmgelaufen und sprinten über die Ochsenhoferscharte, die Ochsenhofer Köpfe, oberen oder unteren Höhenweg rüber zum Walmendinger Horn auf 1990 m: Unser Treffpunkt für alle Bergwochenendteilnehmer, egal ob 4 oder 70 Jahre alt, ob kleine, mittlere oder die große Runde gelaufen wurde, ob auf dem Sonnenliegestuhl oder bei einem kühlen Weißbier, saftigen Kuchen oder leckerem Eis. Diejenigen, welche an diesem Tag noch nicht genug hatten, liefen die restlichen 7 Kilometer bis nach Hirschegg im Schwarzwassertal nach unten, die anderen genossen die Talabfahrt in der Walmendingerhorn Gondel, die nach erfolgreicher Höhenrettungsübung für die Wanderer wieder fahrbereit war.

 

Der Samstagabend stand mit Spiel, Spaß und Singen unter dem Motto „10 Jahre Bergwochenende“. Wer da vom Freitag Abend-Spiel immer noch nicht wusste, welcher der 48 Teilnehmer schon einmal nachts nackt in der Wassertonne gebadet hatte oder sogar schon einmal Schlangengift getrunken hat, konnte es jetzt erfahren. Sonntag: Ausschlafen oder den Sonnenaufgang von der Ifenhütte aus zu erleben? Diese Frage musste jeder für sich beantworten, aber nach dem Frühstück war klar: beim Werkstatt-Gottesdienst ist jeder dabei und bringt sich mit seiner Begabung entsprechend ein. Strahlender Sonnenschein begleitete uns schließlich zum Freibergsee bei Oberstdorf, um dort die Heini-Klopfer-Skiflugschanze zu erklimmen, mit einem ultraschnellen Tretboot durch den See zu pflügen oder sich im Wasser zu erfrischen, bevor’s am Spätnachmittag dann auf die Heimreise nach Wannweil ging.

Rückblick zum Bergwochenende

Willst du Gottes Allmacht seh'n, musst du in die Berge geh'n

Willst du Gottes Liebe seh'n, bleib vor seinem Kreuze steh'n.

 

Wir trafen uns zum zehnten Mal als Gruppe im Kleinwalsertal.

Das Bett bezogen – der Magen voll. Der Kennenlern-Abend lustig und toll.

Der Tag bricht an, die Sonne lacht. Heut' wird 'ne tolle Tour gemacht.

Das Wandern hier ist ein Genuss. Doch erstmal fahr'n wir mit dem Bus.

Von Baad geht's los mit Bittgebet, damit der Herr stets mit uns geht.

Wohl über Grünhorn, Berg und Tal. Mal Hochgenuss – mal Blasen-Qual.

Die Gruppe, mit dem Micha vorn, besteigt das Walmendinger Horn.

Das Kreuz erreicht – die Fernsicht klar. Ein Gipfeltrunk! Wie wunderbar!!

Viele Gleitschirmflieger an der Zahl – sie schweben über Berg und Tal.

Am Abend gibt's ein Sahnestück – den "10-Jahres-Rückblick mit Musik".

 

Wem wär's um 5.30 Uhr zuzutrau'n, dem Sonnenaufgang zuzuschau'n?

Drei Autos voll – wie eisern nur – machten sich tatsächlich auf die Tour.

Beim Frühstück war'n wir dann komplett, verlassen jedes warme Bett.

Der Gottesdienst im Freien war, die Abschieds"Runde" wie jedes Jahr.

Die meisten lockte der Freibergsee. Ins Wasser hinein mit laut Juchee!

Noch einmal all' die Gipfel seh'n – ja

 

Annette und Michael,

es war sooooooo schön!!!

 

DANKE

sagen Karin und Klaus, Heidi, Frank und Klein-Fiona