
"Glocken, was ist so faszinierend daran?" Sie begleiten uns durch unser Leben. Den einen regt ihr ewiges "Gebimmel" auf, - der andere ist ein Fan davon und wieder andere, - für die sind Glocken einfach da!
Glocken, sie hängen im Turm, auf Kirchtürmen. Man hört sie, doch sehen kann man die meisten von ihnen nicht. Macht man mit Besuchern eine Turmbesteigung, egal ob mit Schulklassen oder Erwachsenen, ist trotzdem jedes Mal eine gewisse Erregung und auch Begeisterung spürbar. Warum?
Glocken gehören zu unserem Leben, zu unserem Dasein. Sie teilen Freud und Leid mit uns. Bei näherer Betrachtung sind sie eigentlich kalt, schwer, wuchtig, manche auch klein und unscheinbar. Und doch haben sie etwas Besonderes. Jede Glocke hat ihre eigene Geschichte. Jede hat ihren eigenen Ton. Über ein kompliziertes Tonsystem klingen sie zu einem Geläute zusammen. Jeder Kirchturm hat deshalb seine unverwechselbare "Stimme".
Die Glocken begleiten uns durch den Tag vom Morgengebet bis zum Abendsegen. Sie laden uns jeden Sonntag zum Gottesdienst ein. Sie begleiten uns aber auch auf allen wichtigen Lebensstationen: bei Taufe, Hochzeit und Beerdigung.
Die Glocken rufen uns zu Gott und sagen uns auch unter der Woche, ER ist da! Beim Stundenschlag sagen sie uns: "Meine Zeit steht in deinen Händen."

Sie hören die ersten Minuten des Glockengeläuts unserer Johanneskirche.

Die Taufglocke
Die Taufglocke
Die Taufglocke ist die kleinste und älteste unserer vier Glocken. Sie wurde im Jahr 1921 gegossen und erklingt im Ton es'.
Die Vorgängerglocken fielen alle dem ersten Weltkrieg zum Opfer. Sie wurden eingezogen und zu Kanonen verarbeitet. Die Kirchengemeinde beschaffte 1921 wieder drei Glocken, mit denen zu Gottesdiensten und Kasualien geläutet wurde.
Die Glocke trägt die Inschrift: "Den Menschen ein Wohlgefallen."
Sie erklingt regelmäßig, während im Gottesdienst am Sonntagmorgen Kinder oder Erwachsene getauft werden. Außerdem ist sie mit allen anderen zusammen zu hören, wenn vor den Gottesdiensten zusammengeläutet wird.

Die Totenglocke
Die Totenglocke
Die zweitgrößte Glocke wiegt 400 kg. Sie wurde im Jahr 1950 gegossen und erklingt im Ton b'.
Die Glocke trägt die Inschrift: "Alles, was Odem hat, lobe den Herrn."
Sie läutet im Anschluss an das 11 Uhr-Läuten, wenn ein Gemeindeglied verstorben ist und erinnert uns damit an unsere eigene Vergänglichkeit.
Und sie läutet gemeinsam mit den anderen, wenn das ganze Geläute zum Gottesdienst einlädt. Sie ergänzt die anderen zu einem schönen Dreiklang oder Vierklang.
Die drei großen Glocken geben auch die Zeit an. Sie werden mit Hämmern angeschlagen.

Die Kreuzglocke
Die Kreuzglocke
Die Kreuzglocke ist die drittgrößte unserer vier Glocken und wiegt 300 kg. Sie wurde im Jahr 1950 gegossen und erklingt im Ton c'.
Die Glocke trägt die Inschrift: "Der Geist und die Braut sprechen: ja, komm, Herr Jesu."
Sie läutet tagsüber zu den Zeiten, an denen wir besonders an das Leiden und Sterben Christi erinnert werden:

Die Betglocke
Die Betglocke
Sie ist die größte der vier Glocken und wiegt 700 kg. Sie erklingt in g'.
Ihre Aufgabe besteht darin, zu den Betzeiten die Gemeindeglieder an die Zwiesprache mit Gott zu erinnern.
Sie läutet
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